Das Alzheimerzentrum Baan Kamlangchay im Norden von Thailand wird mittlerweile auch medial immer mehr zum Thema gemacht. Die Frage, ob es richtig oder falsch sei, an Alzheimer erkrankte alte Menschen in ein fernes Land zu „verpflanzen“ und was dort besser oder schlechter wäre, wird sowohl von Experten, als auch von den Angehörigen der Betroffenen, nur sehr vage und subjektiv beantwortet.

Martin Woodtli, der Leiter des Zentrums, plädiert in einem Interview für die Suche nach neuen, innovativen Möglichkeiten bei der Betreuung von Alzheimerkranken. Egal wo. Das muss nicht zwingend in Thailand sein. Es gibt auch in Europa Möglichkeiten für neue Formen. Sein Weg führte ihn nach Thailand, weil dies zu seiner Biografie gehört, meint er ergänzend.

Im Sommer 2011 reiste ich nach Chiang Mai ins Alzheimerzentrum. Ich habe mehr als 3 Wochen in Baan Kamlangchay mitgelebt, die BetreuerInnen in VALIDATION® eingeführt und sie im Alltag mit den an Alzheimer erkrankten Menschen begleitet. Es war eine sehr erfahrungsreiche Zeit.

Ich gewann den Eindruck, dass sich die betreuten Menschen, auch weit entfernt von ihrer Heimat, äußerst wohl und sicher fühlten. Durch die eins-zu-eins Betreuung und den sehr natürlichen, warmen, respektvollen und liebevollen Umgang der thailändischen BetreuerInnen, ist im Sinne der Methode Validation eine sehr familiäre Atmosphäre möglich. Das Bedürfnis nach menschlichem Kontakt wird dadurch voll erfüllt.

Die Bemühungen aller Beteiligten, bis hin zu den Angehörigen die zu Besuch kommen, ist nach meinen Beobachtungen beachtlich. Ich denke, es ist Martin Woodtli und seinem Team wirklich gelungen, den Möglichkeiten entsprechend eine Form der Betreuung zu finden, die für den an Alzheimer erkrankten Menschen und deren Angehörige, tatsächlich an Lebensqualität gewinnen lässt.

Mehr zur Betreuung in Baan Kamlangchay unter: www.alzheimerthailand.com